Niederösterreichs Modell

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Das niederösterreichische Modell sieht für die Versorgung mit zukunftsfähigem Breitband einen offenen Ansatz vor, der auch im Leitfaden der Europäischen Kommission für Breitband-Investition (Three Layer Open Model) empfohlen wird. Nach diesem Modell wird die Infrastruktur von der öffentlichen Hand errichtet und an einen neutralen Netzbetreiber verpachtet. Grundsätzlich besteht dieses Modell also aus drei Ebenen.

  1. Internet- und Kommunikationsdienste
    Für den eigentlichen Zugang zum Internet bzw. die Nutzung von „Internet“, TV und auch Telefonie sorgen bestehende und neue Dienstanbieter. Diese schließen direkt die Verträge mit den Endkunden und Unternehmen ab und sorgen auch für die Abrechnung der Nutzung.
  2. Neutraler Betrieb der aktiven Netz-Komponenten
    Ein neutraler Betreiber sorgt für den reibungslosen Betrieb der notwendigen aktiven Komponenten. Dieser Betreiber sorgt somit, aufbauend auf der physikalischen Verbindung, für die Datenanbindung der einzelnen Gebäude.
  3. Passive Infrastruktur
    Die passive Infrastruktur ist die physikalische Anbindung der Gebäude an die überregionalen Internet-Netzübergabepunkte. Die Planung und Errichtung der lokalen Glasfasernetze erfolgt durch die nöGIG. Die gebaute Infrastruktur verbleibt, ähnlich wie Kanalisation und Wasserleitungen, im öffentlichen Eigentum.

Die Erprobung dieses Modells findet in ausgewählten Gebieten in vier Pilotregionen statt. Die Umsetzung erfolgt in lokalen Projekten und dient insbesondere der Sammlung von Erkenntnissen auf allen drei Ebenen. Regionale Ansprechpartner übernehmen die Projektleitung vor Ort und arbeiten eng mit den Gemeinden und der nöGIG zusammen.